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Die DSL Lüge, oder warum ein schnelle Anschluss auch langsam sein kann

Breitbandige Internetanschlüsse auch DSL genannt können aktuell von knapp 80% der deutschen Haushalte bereit gestellt werden. Dies ist zumindest eine gute Steigerung innerhalb der letzten 2 Jahren (im Jahre 2007 waren es nur 65% der Haushalte). Auch in Bezug auf Bandbreite gibt es immer mehr für den Kunden. War noch im Jahre 2005 ein DSL 3000er Anschluss schon das höchste sind es jetzt 16 000 bei vielen gang und gebe. Auch ich habe in die letzten 3 Jahren eine Upgrade von DSL 2000 auf DSL 6000 vollzogen. Viel mehr bringt meine Leitung hier nicht und daher lohnt ein weitere Upgrade nicht mehr.

Während hier die Telekom zumindest im Vorfeld eine realistische Schätzung der maximale Bandbreite weiter gibt sind andere Anbieter wie z.B Arcor, 1&1 und Alice hier sehr vage. Oft wird bei der Bestellung eine Bandbreite von bis zur 16 000 versprochen, aber letzten endlich in die Praxis wird dann nur 6000, 3000 oder in seltene Fälle noch weniger zur Verfügung stehen.

Nur zahlen sollen die Kunden als wenn die ein 16 000 Anschluss hätten

Dabei könnten alle Provider im Vorfeld schon eine realistische Schätzung dem Kunden geben welche maximale Bandbreite vor Ort möglich wäre. Wenn dann statt 16 000 nur 6000 zur Verfügung steht, dann sollte ein Preisnachlass doch in Aussicht stellen. Leider sind die Provider nicht daran interessiert und wer nicht nachprüft zahlt wohl für 16 000 und bekommt vielleicht nur 3000 oder weniger an Bandbreite.

Woran liegt es wenn die Bandbreite nicht passt?

Sicherlich unterliegen DSL Anschlüsse gewisse Schwankungen. Wenn also eure Anschluss bei ein Speedtest zu einer bestimmte Zeit 16 000 bringt und zur eine andere Zeit mal nur 14 000, dann liegt dies durchaus innerhalb der normalen Toleranzen. Damit muss jeder leben. Anders sieht die Sache aus wenn ihr zwar für 16 000 zahlt aber dauerhaft weniger Bandbreite bekommt. Hier sollte man reklamieren und um eine Nachbesserung oder ein Preisnachlasse verlangen. Lasst euch nicht Abbwimmeln!

In der Praxis ist es so das zu euren nächsten Verteiler Punkt ein recht hohe Bandbreite zur Verfügung steht. Praktisch an jeden Verteiler Punkt in Deutschland wäre DSL 16 000 möglich. Haupthindernis warum bei euch weniger ankommt ist die berühmte “letzte Meile“. Hier bestehen die Anschlüsse aus 2 oder 4 adrige Kupferkabel die meist in die 60er und 70er verlegt würden. Damals dachte keiner ans Internet.

Diese Kupferkabel haben eine Dämpfung und diese alleine sorgt dafür das je weiter weg eure Hausanschluss vom Verteiler Punkt liegt je geringer die am Ort vorhandene Bandbreite sein wird. Nach rund 5 bis 7 Kilometer ist die Dämpfung bereits so große das entweder kein DSL mehr möglich ist oder nur eine Art DSL Light mit sehr geringe Bandbreite.

Sicherlich lässt sich auch durch den Austausch der Kabel für die letzte Meile auch DSL noch 10 Kilometer entfernt vom Verteiler Punkt anbieten, aber dies wird dann meist teuer. Da solche Fälle meist nur im ländlichen Raum vorkommen wird es schon Aufgrund der geringe Zahl an Anschlüsse nicht gemacht. Zwar gibt es hier andere Möglichkeiten wie Funk Lösungen aber hier müssen auch eine bestimmte Zahl an Anschluss willige vorhanden sein.

Gibt es noch weitere Einschränkungen?

Durchaus, wer im ländlichen Raum wohnt und sein DSL nicht über die Telekom oder als Reseller Anschluss erhält sondern von anderen Provider deren Komplett Anschluss bestellt meist daran zu erkennen das hier steht “Keine Telekom Anschluss notwendig” der kann unter Umständen Bandbreite unnötig verschenken.

Dies liegt vor allen daran das diese Komplett Anschlüsse oft nicht von nächsten Verteiler Punkt herkommen sondern oft aus ein Verteiler Punkt im Nachbarort. Hier können aufgrund der zusätzliche Strecke von vielleicht 4 Kilometer statt die möglichen 16 000 wohl nur ein 3000 Anschluss möglich sein.

Wie ihr sieht jeder Angebot hat sowohl Vor wie auch Nachteile. Zwar ist die Telekom meist ein wenig teure als andere Anbieter aber wer die Maximale Bandbreite haben möchte der wird wohl nur wenig Alternativen haben.

Wer sein Anschluss praxisnahe auf den möglichen Speed prüfen will der findet in diesen Artikel 2 gute Dienste hierfür.

Fazit.

Jeder sollte mit Hilfe von solche Speedtests ab und zu seine vorhandene Bandbreite überprüfen. Wer bei mehrere Messungen zur unterschiedliche Tageszeiten und Tage, Werte misst die weit unter eure bestellen sind der sollte reklamieren. Sicherlich wird es hier oft ein längere Kampf sein aber diese kann durchaus lohnend sein. Entweder bessert eure Anbieter technisch nach oder ihr könnt ein Preisnachlass aushandeln. Selbst nur 5 Euro weniger im Monat machen im Jahr schon 60 Euro aus.

Letzten endlich wird es aber so sein das wohl nur 30% der Haushalte überhaupt ein 16 000 Anschluss bekommen werden. Die anderen werden sich mit weniger zufrieden geben müssen, obwohl ehrlich gesagt für die meisten Anwendungen ein 3000 oder 6000 Anschluss auch vollkommen ausreichend sein wird. Sicherlich kann es dann sein das manche Dateien langsamer laden aber dies macht in die tägliche Praxis meist kein große Unterschied aus.

Anders wird die Sache vielleicht in ein paar Jahren sein. Wer weis was für Anwendungen es dann gibt? Dann könnte auch ein 16 000er Anschluss auch viel zu langsam sein. Zwar gibt es auch noch VDSL mit Bandbreiten von 25 000 bzw. 50 000 aber diese können z.Z nur von rund 5% der Haushalte überhaupt genutzt werden. In welche Mass es hier zur ein Ausbau kommt und ob vielleicht eine andere Technik kommt die noch größere Bandbreiten erlaubt wird die nähere Zukunft mit sich bringen.

Ein Flaschenhals gibt es aber immer noch auch mit ein sehr schnellen Anschluss, nämlich die Anbindung vom Server. Wer mal beliebte Seiten am Abend aufruft wird oft merken das es hier ein wenig länger dauert bis diese geladen werden. Dies liegt vor allen daran wenn auf einmal vielleicht mehrere tausende zugreifen wollen. Hier wird es wohl auch andere Lösungen bedürfen.

Wie sieht eure Bandbreite aus? Bekommt ihr eure Wunschleistung?

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