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Ein Blogger verdient mehr wie in Arbeitnehmer. Ist das gerecht?

Angestoßen von Alper sein letzte Monatsbericht wo er über Besucherzahlen und die Blog Einnahmen auf Meetinx geschrieben hat, entstand eine recht interessante Diskussion ob es überhaupt gerecht ist wenn ein Blogger mehr verdient wie ein Arbeitnehmer in Vollzeit.

Ist so was überhaupt gerecht?

Fakt ist das ein Großteil der Arbeitnehmer in Vollzeit vielleicht nur 1000, 1500 oder wenn es hoch kommt vielleicht knapp 2000 Euro Netto verdient für eine Vollzeit Tätigkeit mit rund 150 bis 180 Stunden im Monat.

Wenn ein Blogger also 1500 oder 2000 Euro im Monat verdient, werden manche dies sicherlich als ungerecht finden, weil ihre Meinung nach der “normale” Arbeitnehmer doch viel schwere für sein Geld arbeiten muss als der Blogger.


Auf den ersten Blick erscheint diese Denkweise durchaus schlüssig, weil viele meine das es recht vielleicht 1 bis 3 Stunden täglich an so ein Blog zu arbeiten um solche Einnahmen zu erzielen. Sicherlich wenn dies so möglich wäre, hätte ein Blogger ein guten Stundenlohn und würde sicherlich jeden anderen auslachen.

Wie sieht aber die Praxis als Blogger wirklich aus?

Wer wirklich 1500 Euro und mehr mit ein Blog verdient, wird dies nie erreichen mit ein paar Stunden Arbeit am Tage. Hier benötigt man viel mehr Zeit allein um die entsprechende Zahl und hochwertig Artikel zu schreiben und sich auf den laufenden zu halten.

Dies allein reicht aber keinesfalls um Einnahmen in solche Höhe zu erzielen. Der Bereich aktive Vermarktung benötigt meist mehr Arbeitszeit als für den Schreiben alleine.

Alleine um die Paletten von Einnahme Möglichkeiten auszuschöpfen wie AdSense, Affiliate Marketing und Direktvermarktung bedarf es Zeit. Es reicht nämlich nicht ein paar Links und Banner zu platzieren und schon “rollt der Rubel“. Hier gehört auch viel Wissen dazu.

Wie viel Arbeitszeit brauch ich dann im Monat?

Hier sind keine allgemein verbindliche Zahlen zu nennen weil es auch auf den Einzelfall ankommt und mit gute Zeitmanagement meist schneller gearbeitet wird als ohne. Um aber solche Einnahmen zu erzielen wird sicherlich mindestens 100 Stunden Arbeitszeit vonnöten sein wenn nicht sogar mehr.

Bedenken sollte auch jeder das die Bereitschaft so viele Stunden zu investieren nicht automatisch in solche Einnahmen führt. Es kann mit 100 Stunden Arbeit am Blog zwar auch 2000 Euro erzielt werden aber auch vielleicht nur 500 Euro oder noch weniger sein.

Somit ist der Stundenlohn mit werten zwischen 5 und 15 Euro durchaus auf ein ähnlichen Niveau wie andere Arbeitnehmern auch.

Nebenbei sollte jeder auch bedenken das diese Werte Brutto sind da noch Steuern, Sozialversicherungen und Betriebskosten abgehen. Wenn von die Gesamtsumme am Ende 2/3 übrig bleiben ist man oft gut bedient.

Daher gibt es doch eine Gerechtigkeit zwischen Bloggen und Arbeitnehmern. Ihre Einkünfte bezogen auf die Arbeitszeit liegen oft in ein ähnlichen Bereich, wobei hier auch Differenzen sowohl nach oben wie auch nach unten geben kann.

Reichtum durch ein wenig Bloggen ist ein Märchen und nie umsetzbar.

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7 Responses to “Ein Blogger verdient mehr wie in Arbeitnehmer. Ist das gerecht?”

  1. 1
    Alper Iseri:

    Genauso ist es – sehr gute Darstellung. Vielen Dank dafür. Es ist eben nicht einfach damit getan, einfach mal ein paar Beiträge einzustellen. Meetinx existiert seit 2001 und erst seit rund 1,5 Jahren erziele ich auch Einnahmen damit. Das dauert manchmal eben ein wenig länger. Man lernt dazu und schaut, was man besser machen kann. Und wie du schon sagst: Es kann klappen, es kann aber auch schief gehen. Und dieses Risiko muss man bereit sein, einzugehen.

    Übrigens: Danke für deine Verlinkung rechts. Dort steht allerdings “Meetinix” – es sollte jedoch “Meetinx” heißen ;-)

  2. 2
    Peter:

    @Alper,

    Danke für dein Kommentar. Link ist auch ausgebessert worden :)

  3. 3
    Paul:

    Als ich den Artikel gelesen hab musste ich selbstverständlich an Alper denken. und siehe da, er hat auch einen Kommentar hinterlassen. =)

    Ich hab für mich selber festgestellt das ich meinen Schwerpunkt nicht auf das Internet legen will. Für mich ist dies zu zeitaufwändig, riskant und vor allem zu hektisch. Mann muss immer auf dem laufenden bleiben.

  4. 4
    Michael Petrikowski:

    Sicherlich sollte ein “Berufs”-Blogger mehr verdienen als ein Arbeitnehmer, denn er würde ja auch ein unternehmerisches Risiko mit seiner Tätigkeit eingehen. Was würde ein Arbeitnehmer dazu sagen, wenn er weniger Geld bekommen würde, wenn die Geschäfte seines Arbeitgebers schlecht laufen. Also, ohne Risiko auch weniger Geld.

  5. 5
    jan:

    Ja leider ist es so wie beschrieben wird, die meisten Leute denken das kann doch nicht sein das bisschen schreiben, und dann verdienst der auch noch Geld damit, und ich muss hier mir den ganzen Tag den Arsch aufreißen.
    Wenn man bedenkt das durchschnittlich für einen Beitrag ca 1/2 bis 1h drauf geht, dann sind das bei 500 Beiträgen schon mal 250 bis 500h Arbeitzeit, ohne so Dinge wie Marketing

  6. 6
    Peter:

    @Jan,

    ja so ähnlich sieht die Rechnung aus, wobei es keine Garantie gibt ob die investierte Arbeitszeit sich wirklich am Ende auch auszahlt :)

  7. 7
    jan:

    Hi Peter, klar kann man das nicht wissen, aber wenn man als Bloger ein wenig mehr zusammen arbeitet und nicht noch selber neidisch wird das vielleicht ein anderer Bloger geld verdient dann wird man langfristig schon Erfolg haben.
    Musst du mal das anschauen was Crazy Girl http://www.crazytoast.de/2010/02/geschaeftsideen-fuer-blogs/appell-an-die-eigene-wertschaetzung-blogartikel-als-marketingmassnahme.html so schreibt, da ist vieles dran.

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