Twitter ein nette Zeitvertreib ohne tieferen Sinn?
Twitter ist ein alle Munde. Diese Microbloggingdienst bietet mit seine 140 Zeichen die Möglichkeit kurze Nachrichten rund um die Frage “What are you doing?” zu versenden. Als Follower (Verfolger) kann man auch die interessantesten Tweets abonnieren. Somit bleibt man auf den laufenden was sich bei den gerne gelesen Tweets so abspielt. Viele Blogger nutzen auch Twitter um andere auf ihren Blog aufmerksam zu machen oder um kurze Nachrichten zu verfassen bei dem es sich oft nicht lohnt extra ein Blog Artikel zu schreiben. Dies sind alle Vorzüge die sicherlich unbestreitbar vorhanden sind und je nach persönlichen Präferenz beim Nutzer als mehr oder weniger wichtig eingestuft werden. Trotzdem sollte jeder, auch überzeugte “Twitterfreunde” sich immer wieder mal fragen welche wirkliche Nutzen diese Dienst bietet und vor allen ob die hierfür aufgewendete Zeit in ein vertretbaren Verhältnis zum nutzen da steht?
Twitter als Zeitdieb
So schön die Nutzung auch sein mag und mit wie viel Interesse man die Tweets von andere verfolgen kann, es kostet alles seine Zeit. Selbst wer nur ein überschaubare Zahl folgt kann durchaus ein paar Stunden am Tage aufwenden um ja nicht zu verpassen. Vor allen weil viele im Laufe des Tages meist mehrere Tweets verschicken, wird oft immer regelmäßig kontrolliert was gerade so läuft.
Wer aber hier laufend nach schaut benötigt eine Menge an eigene Arbeitszeit die für andere wichtige Aufgaben dann oft nicht mehr in ausreichende Zahl vorhanden ist. Diese Phänomen teilt sich Twitter mit viele andere Social Media Dienste. Wer hier richtig unterwegs ist der kann leicht schnell 2 oder mehr Stunden auf einmal dafür aufwenden und merkt dies vielleicht gar nicht so sehr. Oft kommt dann am Arbeitsende ein böse Erwachen wenn die vorhandene Arbeitspensum nicht geschafft wird.
Oft wird dann über Überlastung geklagt die aber eigentlich nicht vorhanden ist, sondern ein fehlen von Prioritäten.
Alle solche Dienste sind an und für sich eine feine Sache und bringen durchaus eine Bereicherung in unseren Leben. Nur benötigt jeder hier was, was überhaupt nicht unbegrenzt Vermehrungfähig ist – nämlich Zeit.
Wie begegnet man dies in die Praxis?
Ganz einfach durch Selbstdisziplin. Also zum Arbeitsbeginn z.B in die diversen Dienste mal vorbei schauen was sich seit den letzten Besucher getan hat und danach diese Dienst zu schließen um sich dann auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren. Vielleicht dann einmal später am Tag (nach mehrere Stunden Arbeit) nochmals abchecken ob sich was neues getan hat. Dies kann gut mit eine kleine Pause kombiniert werden, da hier nicht die volle Konzentration nötig ist.
Danach heißt es aber dann wieder “Schotten dicht und sich aufs wesentlichen kümmern“. Hierbei sollte jeder mal darüber nachdenken das ihr keinen Cent bekommt nur weil ihr selber vielleicht ein paar hundert Follower habt.
Twitter kann durchaus als Marketing Tool genutzt werden wobei aber die eigentliche Arbeit nie darunter leiden sollte.
Überhaupt sind sicherlich rund 80% der Tweets eigentlich entbehrlich. Oder wie habt ihr vor Twitter gelebt?



