Netwege.de

Meine Sicht auf Kommunikation, Marketing und Netzwelten

 
 
 
 

Warum viele Gründer vorzeitig scheitern

Deutschland ist in Vergleich zu anderen Ländern mit eine Selbständigen Quote weniger wie 10 % eher am unteren Ende zu finden. In viele andere Ländern beträgt diese Quote bereits 20% und mehr. Genaue gründe warum der Deutsche lieber ein angestellten Job nachgeht, statt es auch mal mit eine selbständige Tätigkeit zu probieren gibt es viele. Ich will hier auch nicht so sehr auf diese Gründe eingehen, sondern eher mal die Frage nachgehen warum viele Gründer vorzeitig scheitern.

Aktuell sieht die Situation so aus. Nach 5 Jahren sind nur noch 39% der gegründete Unternehmen (auch kleine Einmann Unternehmen) noch am Markt tätig.

Grob kann gesagt werden wer die ersten 5 Jahren überlebt hat, der hat gute Chancen auch längerfristig bestehen zu können.

Jetzt zu die Gründe warum so viele vorzeitig scheitern.

Kein schriftlichen Konzept vorhanden

Sicherlich heißt es nicht wenn alles bis ins kleinste Detail vorher schriftlich Plane das dies auch immer funktionieren muss. Nur ohne eine Konzept der zumindest auch in irgendeine Form schriftlich fixiert werden sollte, wird es schwer die mögliche Ziele zu erreichen. Oft werden dann nachträglich die zu optimistischen Zahlen nach unten gesetzt und schon reich es meist nicht mehr um wirtschaftlich arbeiten zu können.

Fehlende kaufmännische Kenntnisse

Sicherlich muss nicht jeder Gründer ein ausgewiesene BWL Experte oder gar Steuerberater sein. Aber ein paar Grundkenntnisse in diesen Bereich müssen schon vorhanden sein.

Was Aktiva und Passiva nun ist sollte jeder Gründer wissen. Wenn die bisherigen Kenntnisse nicht ausreichen dann unbedingt vor eine Gründung diese nachbessern. Später habt ihr keine Zeit mehr.

Reale Einschätzung der Möglichkeiten

Hier liegt eine der Gründe warum viele scheitern. Zuerst gehört eine Analyse vom Markt. Hier sollte jeder nicht zu optimistisch sein was die Zahl der möglichen Verkäufe/Umsätze betrifft. Ganz fatal wäre die Meinung “Mein Produkt/Dienstleistung ist so einzigartig das hier ein unbegrenzte Absatzmarkt vorhanden wäre

Leider gibt es kaum solche Fälle in die Praxis, so das hier schon mit ein wenig Sinn für die Realität gerechnet werden sollte. Sonst drohen böse Überraschungen.

Falsche Vorstellungen welche Umsätze nötig sind um wirtschaftlich zu sein

Hier droht eine weitere Falle. Wer Produkte verkauft muss sich im klaren sein das bei den meisten Produkte die Gewinnmarge bei 5 bis 25% liegt.

Auch sollte nie gedacht werden das 2000 Euro Gewinn gleichbedeutend sind mit 2000 Euro Bruttolohn als Angestellte. Selbständige haben mit höhere Kosten zu rechnen als Angestellte.

Zwar ist es schwer eine genaue Zahl zu nennen wie hoch der monatliche Gewinn den sein muss um damit den gesamten Lebensunterhalt zu bestreiten, aber die untere Grenze würde bei 3000 Euro liegen. Erst wer so ein Gewinn regelmäßig erzielen kann, wird auch wirtschaftlich arbeiten können.

Zum Schluss ein weiteren Tipp für jeden Gründer.

Investiere in die ersten 2 Jahren möglichst viel eigene Arbeitszeit in eure Unternehmen. Mit viel meine ich eine Zahl ab 55 Wochenarbeitsstunden. Diese werden auch gebraucht damit die Sache rund läuft.

Hinzu kommt das zumindest für die Anfangszeit auf vieles verzichten müsst. Die Umsätze werden in die ersten Monate meist gering sein so das eure Einkommen eher mit ein Hartz 4 Empfänger zu vergleichen sein wird. Ihr habt aber die Chance daraus was für eure Zukunft entstehen zu lassen.

Es gibt weitere Gründe warum manche innerhalb der ersten Jahren scheitern. Die von mir aufgezeigten Gründe treten aber recht häufig auf und sollten nach Möglichkeit vermeiden bzw. durch gute Planung umgangen werden.

Ähnliche Artikel

Comments are closed.

Neuste Artikel

Letzte Kommentare

  • Martin: Also ich bin sehr oft wegen meinen Internetseiten im Internet und manchmal nervt es mich... 12. August 2010
  • Rene: Das Web 2.0 ist noch lange nicht am Ende. Erst wird noch das mobile Web 2.0 zum Massenmarkt. 17. Juli 2010
  • Dennis: Hiermit hinterlasse ich einen gehaltsschwangeren Kommentar. 6. Juli 2010
  • Frank Hima: Das Web 2.0 ist sicherlich noch lange nicht am Ende! Das Mitmach-Web wird doch langsam erst... 4. Juli 2010
  • Klaas Maurer: für mich ist 2.0 noch lange nicht am ende. Wir stecken gerade erst mal richtig drin. Web... 19. Juni 2010
  • Johanna: Erlaube mir, noch um INFO und NAME zu ergänzen. Aber es ist doch so: auch wenn ursprünglich... 16. Juni 2010
  • Akascha: wie wäre es mit Akascha, Nefmerasis, Alucard (dracula rückwärts), Lakischa, draconis,... 16. Juni 2010
  • Glenn: was ist denn web 3.0 überhaupt??? bevor das nicht klar definiert ist, sind wir noch lange bei 2.0 8. Juni 2010

Archive