Newsinhalte im Web – Todesstoß für Verlage?
Der ewige währende Streit ob Leser von News Inhalte im Web die nichts dafür bezahlen als eine Art Todesstoß für den angeblichen qualitativen hochwertigen Journalismus der Verlagshäuser gelten können geht in eine neue Runde.
Jetzt kommt der Springer Verlag mit die Behauptung die kostenfreien Web Leser wären eine Überbleibsel der Kommunisten und Sozialisten die alles nur kostenlos wollen, egal welche Wertigkeit dies nun haben.
Das hier eine Branche die selber durch viele Management und Vertriebsfehler der letzten Jahrzehnte aufs Web darauf hauen, ist eigentlich nur ein Zeichen von mangelhafte Denkvermögen bei manche Verlagshäuser.
Statt sich frühzeitig mit den neuen Medium Internet auseinander setzen zu wollen und die Chancen zu nutzen, blieben diese weitgehend auf ihre alten Geschäftsmodell von treu zahlende Zeitungsabonnenten.
Nur das zwischenzeitlich die Zeiten anders sind und die Oma oder Opa die ihre Lokalzeitung abonnieren nur um ja jeder Todesanzeigen zu lesen, langsam selber aussterben wollen diese einfach nicht kapieren.
Mit den ewigen Vorwand ” nur Zeitungslesen zahlen für Journalismus” zeigen diese auch wie weltfremd viele in diese Branche denken.
Leider vergisst der Springer Verlag & Co das kein Zeitungsleser der vielleicht 60 Cent für die Bildzeitung zahlt hat je einen Cent für Journalismus bezahlt. Dies wird alleine durch die Werbeanzeigen gedeckt die durchaus reichlich in alle solche Blätter vorhanden sind.
Den Kaufpreis für die Zeitung entsteht eigentlich nur für Herstellung und Vertrieb. Da diese Kosten im Internet geradezu lächerlich sind, muss kein Leser für die Inhalte extra zahlen. So einfach funktioniert Marktwirtschaft.
Gute Journalismus hätte auch im Netz ihren Leser und könnte durch entsprechende Werbung gut Gegenfinanziert werden. Es kommt nur auf die Verlagshäuser darauf an möglichst hochwertige Inhalte zu erstellen damit genügend Leser regelmäßig vorbei schauen.
Dann wäre es sicherlich einfacher auf entsprechende Preise für die eingeblendete Werbung zu bekommen. Manche Verlage haben dies zwischenzeitlich verstanden und können auch im angeblichen kostenlosen Internet gut leben.
Andere Verlagshäuser die immer nur gegen Inhalte im Internet wettern und meist nur darum bemüht sind das hier neue Kostenschranken aufgestellt werden, sind wohl möglich schon in 10 oder 20 Jahren ganz weg vom Fenster.
Schade ist es um solche ewig gestrige nicht da es sicherlich genügend Nachwuchs von andere Seite für ein meist besseren Ersatz sorgen kann.
Noch haben die Verlagshäuser es selber in die Hand sich endlich die Realitäten zu stellen und sich fürs Internet zu öffnen. Nur läuft die Zeit langsam gegen die etablierten und wenn diese sich nicht bald umstellen könnte es ein große Sterben der Verlagshäuser geben.
Hier wäre aber nicht alleine Internet schuld, sondern die Starsinnigkeit von manche altgediente Verlagschefs die einfach nur bei anderen die Schuld suchen für ihre eigene Fehler.



